Neben dem Amazonas-Urwald ist der paraguayische Chaco das größte zusammenhängende Waldgebiet in Amerika. Flora und Fauna machen Paraguay zu einem atemberaubenden Naturparadies. Nicht umsonst bezeichnet man das Land als den Garten der Welt. Zahlreiche Zierpflanzen, wie z.B. verschiedene Lilien- und Orchideenarten, majestätische Urwaldbäume, wie der Lapacho, der Hartholzbaum Quebracho oder der Flaschenbaum und riesige Palmenhaine bedecken mit ihrer immergrünen Pracht das Land. Exotische Früchte, wie Bananen, Ananas und eine Vielzahl von Zitrusfrüchten wachsen wild oder werden auf Plantagen kultiviert. Hier mal ein paar wenige Arten:
1. Der Algarovo : Er verliert alle Blätter im Laufe des Winters und treibt dann auf einmal hellgrünes Laub. Aus den Schoten des Algarovo haben die Indianer früher (auch manche heute noch) ihren Schnaps gemacht. Die Frauen mußten die Schoten kauen, um sie dann zusammen mit ihrem Speichel in einen großen Topf zu spucken. Durch die Amilase des Speichels wurde die Gärung in Gang gesetzt.
2. Der Lapacho ist ein Baum der in den Farben gelb und rosa blüht. Er verliert fast alle seine Blätter im Juni. Im August / September steht er dann wieder in voller Blüte
3. Der Flaschenbaum : Dieser Baum wurde früher von den Indianern als Trog oder auch für Särge benutzt. Er hat außen an der Rinde lauter große Stacheln und besteht im Inneren aus weichem, faserigen Material, das die Aushöhlung des Baumes begünstigt. In diesem Stoff kann der Baum hunderte Liter von Wasser speichern.
4. Der Paratodo : Der Baum wächst nur dort, wo es auch süßes Grundwasser gibt. Er blüht im Frühling mit gelben Blüten, später setzt er das Laub an.
5. Palmen : Sie gibt es im Chaco in allen Formen und Arten. Die eigentliche Chacopalme (Fächerpalme) wächst aber auf den Palmenkämpen. Entlang des Transchaco sieht man oft viele Kilometer lang diese Palmen stehen. Aus ihrem Stamm werden Häuser, Zäune und Einfriedungen gebaut.
6. Kakteen : Sie gibt es in allen Größen und Formen. Hunderte Arten von ihnen gedeihen hier in der heißen Zone des Chaco.
7. Der Jacarandabaum: Er blüht im Frühjahr mit einer lila-blauen Blüte. In der Hauptstadt säumt er ganze Strassenzüge
8. Der Quebracho . Er blüht im Frühjahr mit gelben und roten Blüten. Er ist der größte Baum im Chaco. Sein Holz kann nicht für Möbel verwendet werden, da er zu verwachsen ist. Besonders der rotblühende Quebracho löst bei einigen Menschen während der Blütezeit schwere Allergien aus.
9. Der Chacobusch ist eine undurchdringbare Pflanzenmauer, die sich mit Dornen zu wehren weiß. Ein Durchkommen ist nur mit einem Buschmesser möglich. Der Busch wird mit großen Bulldozern gerodet. So entstehen Weiden für Vieh oder auch Felder für die Landwirtschaft. Aber der größte Teil des Chacos ist mit diesem ursprünglichen Busch bewachsen.


Nun mein Nick "MacDoodel " hat schon seine Berechtigung.